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Niedrige bauliche Anlagen unter 100 m Höhe werden fast ausschließlich von Abwärtsblitzen
getroffen.
Der Abwärtsblitz beginnt mit einer zur Erde hinab gerichteten Entladung, welche auch Leitblitz
( streamer ) genannt wird.
Der Leitblitz entwickelt sich beim negativen Abwärtsblitz aus dem unteren negativen
Wolkenladungszentrum und beim positiven Abwärtsblitz aus dem oberen positiven Ladungszentrum
der Gewitterwolke.

Auf Grund der zur Erde gerichteten Entladung wird dieser Blitztyp als Abwärtsblitz oder
Wolke - Erde - Blitz bezeichnet. Etwa 90 % der Wolke - Erde - Blitze sind negative
Abwärtsblitze und nur etwa 10 % sind positive Abwärtsblitze.

Erreicht der Leitblitz die Erde, kommt es zum Blitzeinschlag. Ein impulsförmiger Stoßstrom
ist die Folge.
Wenn sich die Entladevorgänge wiederholen, entstehen Folgeblitze, die in der Regel den
vorionisierten Blitzkanal des Erstblitzes als Blitzbahn benutzen. ( multiple Blitze )
Etwa drei Viertel der negativen Abwärtsblitze sind multiple Blitze, die neben dem Erstblitz
durchschnittlich drei Folgeblitze aufweisen.Im Gegensatz hierzu haben die meisten positiven
Abwärtsblitze nur einen Erstblitz ohne nachfolgende Teilblitze.

Die Maximalströme liegen typischerweise im Bereich von einigen 10 kA, wobei vor allem die
Stoßströme von positiven Blitzen auch sehr hohe Werte von über 100 kA erreichen können.
Die Maximalwerte der Folgeströme sind deutlich kleiner als bei den Erstblitzen.
Allerdings sind die Anstiegszeiten der Folgeblitze wesentlich steiler ( di/dt ), was wiederum Einfluß
auf die Höhe der induzierte Spannung in offenen Metallschleifen hat.

Der Entladungskanal des negativen Abwärtsblitzes ist negativ geladen, während er im Fall
eines positiven Abwärtsblitzes positiv geladen ist.





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