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Talort : Parkplatz Alpengasthof in der ENG ( Großer Ahornboden )

Ausrichtung : NO

Beste Zeit : Sommer, Spätsommer.
Nach Regenfällen trocknet der Durchstieg relativ schnell ab ( 2 Tage warten ).

Zustieg : Vom Parkplatz den Forstweg wie zur Falkenhütte, jedoch an der Rechtsabzweigung
den Hauptweg nicht verlassen und den Enger Grund - Bach folgen über die Holzbrücke
zur weithin sichtbaren Trapezwand der Grubenkarspitze.
Am Ende des Tales das Geröllfeld rechts hinauf zum Eisfeld unter der Wand.
Bis hierher 2 h vom Parkplatz.
Die auffällige linksansteigende Rampe 100 m ( 4 BH ) zu deren Ende und zum 1. Stand.

Im Jahr 2000 / 2001 wurde eine Route durch diesen Wandteil von uns geplant.
Mit Vollendung von "Inferno & Ekstase" wurden alle Aktivitäten hier eingestellt
und weiter links ein neuer Durchstieg begonnen - der 2007 mit " Die Hölle ist im Paradies "
beendet wurde.
Im August 2011 haben wir uns entschlossen, die begonnene Route fortzusetzen und diagonal
über die noch unerschlossene kompakte Wandfläche zur "Die Hölle ist im Paradies" zu klettern.
"Inferno & Ekstase" wird somit in der 4. SL gequert.
Die Schwierigkeiten im unteren Drittel sind entspannter als in der "Hölle im Paradies".
Meistens ist hier kompakte und schöne Plattenkletterei angesagt.
In der 9. Seillänge konnten die Stelle um die überhängende Kante nur
technisch A0 geklettert werden.
Insgesamt eine ernstzunehmende alpine Route, die mit Bohrhaken ausreichend abgesichert ist,
jedoch bei der Länge und dem Charakter der Wand keinen Anspruch auf Plaisier hat.

Ausrüstung : 60 m - Doppelseil ( im alpinen Gelände immer !! ).
12 Expreßschlingen, ein Satz Keile und Friends.

Gesamtschwierigkeit: UIAA 8 | eine Stelle A0
Insgesamt 36 Seillängen.
( 11 SL zur Originalroute, 6 SL zum Wandbuch - ab hier noch 19 SL zum Gipfel )

Erstbegeher: Christoph Martin, Ricarda Spiecker
14.Juli 2013

Rückzug:
Ein Rückzug, insbesondere ab der 7. Seillänge, dürfte nicht so einfach werden !
( Überhang, Schrägzug )
Davor kann über einen Zwischenstand und dann über "Inferno & Ekstase"
abgeseilt werden.

Hinweise : Im Hochsommer scheint die Sonne bis in die Mittagsstunden in die Wand.
Dann kann Wassermangel zum extremen Problem werden.
Entweder ist zuviel Wasser nach Regenfällen, oder zuwenig im Hochsommer
zu finden. Ist ein Fall für die alpine Logistik.
Ein Durchstieg ist nur während einer stabilen Hochdrucklage zu empfehlen.
Abseilmanöver während eines Gewitters ( 2 x erlebt !! ) lassen den
Adrenalinspiegel explosionsartig ansteigen !!

Abstieg : Unterhalb der Dreizinkenspitze und Lalidererwand queren zum Laliderer - Biwak und ein
Stück weiter die Spindlerschlucht abseilen - oder den rot markierten Weg ins Roßloch hinab
und das Hinterautal nach Scharnitz. ( insgesamt etwa 30 km )
Hinweis : auch im Hochsommer befindet sich meist unterhalb der Dreizinkenscharte ein Eisfeld für
Trinkwasser. Es empfiehlt sich, einen kleinen Trinkschlauch mitzunehmen.
Der Bach im Roßloch dagegen kann ausgetrocknet sein !



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