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Grubenkarspitze
Dir. NO - Wand
 
Führe 827 ( Rother - Kletterführer )

Ersbegeher : Franz Baumann, Bruno Wimmer, Heinz Zembsch, Klaus Minnermayer,
18. - 20.09.1966 / VI und A3

Die Wand ist im oberen Teil von zwei auffallenden Schluchten durchzogen.
Zur linken Schlucht ziehen von rechts unten ein Riß und eine Kaminreihe, die nach 250 m von
einer Dachzone unterbrochen werden.

E. etwa 100 m rechts des Risses am Beginn einer schräg nach links hinaufziehenden Rampe.

Über die Rampe 90 m schräg links hinauf ( II - III ) zu einer senkrechten Wandstelle
oberhalb eines überdachten Bandes.
Mit Steigbaum über die Wand ( VI- ) und gerade weiter zu 2 Haken mit Abseilschlinge.
Von hier schräg links hinauf zu einem Band, 3 m gerade empor und Spreizschritt nach links
( IV ) auf ein zweites Band, das nach links bis zu einem Kamin verfolgt wird.
Hierher kommt man auch durch eine Rißverschneidung ( 3 Seillängen VI, wasserüberronnen,
die am tiefsten Punkt der Wand ansetzt.

Nun 15 m durch den Kamin ( III ), bis er sich schließt. ( Stand )
Links heraus, gerade hinauf und und rechts über den folgenden Überhang zu Stand
bei Wasserlauf ( 25 m, VI- )
Durch Riß und Kamin weiter ( V ), nach 25 m guter Stand.
Von hier durch eine Rinne ( III, Zwischenstand erforderlich ) zu einem Pfeilerkopf.
Waagerechter Quergang 5 m nach links und über ein Wandl ( VI ) zum Beginn einer
kurzen Verschneidung, die überhängend auf eine Plattform führt ( guter Stand ).

Nun schräg links hinauf, über das Dach ( 2 Bohrhaken ), einige Meter gerade weiter
und nach links zu Stand ( VI / A3 ).
Weiter den Haken folgend über das Abschlußdach ( 1 Bohrhaken, VI, A2 )
in eine Guffel zu gutem Stand. In der Folge 25 m durch einen Rißkamin ( VI, 2 Haken )
zu tiefer Höhle ( guter Biwakplatz )
Den Höhlenüberhang an seiner linken Seite überwindend in einen
seichten Riß, der nach 35 m in einen tiefen Kamin übergeht
( schwierigste Seillänge, VI +, 2 Bohrhaken )

Weiter durch den Stemmkamin unter einen Überhang, links über ihn und den Haken folgend
( VI, A2 ) nach 30 m zu Stand in einer abschüssigen Höhle ( Biwakplatz ).
Aus der Höhle nach links abdrängend auf eine abschüssige Rampe.
Sie wird 3 Seillängen verfolgt (IV ), dann durch eine Rißverschneidung ( VI )
zum Beginn der großen, linken Schlucht.
In ihr 3 Seillängen hinauf ( III - IV ), bis sie sich verengt. ( gute Biwakplätze )

Nun über die linke Begrenzung der Schlucht 150 m gerade hinauf ( III ), bis sie sich verengt
und leicht nach rechts abbiegt.
In der Folge durch eine kurze Verschneidung ( V+, 3 Haken ) auf die linke Schluchtseite.
An dieser 3 Seillängen ( IV ) zum oberen Rand eines 50 ° steilen Firnfeldes.
Quergang nach rechts und durch eine brüchige Rinne ( II ) 50 m schräg rechts
aufwärts zu einer Scharte.

Auf einem Band nach rechts ( II ). Von hier entweder durch die etwa 250 m hohe Gipfelwand
( III - IV ), oder weiter nach rechts zu einem gratartigen Pfeiler und über ihn
( III ) in schöner Kletterei zum Gipfel.

Zeit für Wiederholer : 15 - 20 Stunden.
Günstigste Monate sind August und September, da im Frühsommer Lawinengefahr besteht
bzw. die Wand wasserüberlaufen ist.
Bis auf 3 - 4 Haken wurde alles Material belassen.



Hinweis des Autoren : Sämtliche Haken sowie auch Standplatzsicherungen
sind unbrauchbar, da alles verrostet und lose ist !
Sanierung dringend erforderlich.